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Welt(tag) der Poesie
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Hörspiel

Autos dicht bei dicht
ziehn eine Lärmzeile
in die Nacht am Balaton
bisweilen durchschnitten vom
metallenen Kreischen eines Zuges
In den Blättern der Bäume
findet der rastlose Wind
seine Stimme
Ein paar eifrige Hunde
besprechen den Tag noch
über Straßen hinweg
Schrill schreit ein Kind
aus den stürzenden Schluchten
unerbittlichen Albtraums
Im Drehen des Windes
tanzen Töne und Stimmen
zuweilen von irgendwoher

Ich liege und lausche
dem nächtlichen Spiel
von jedermanns Sein
und Vergehn
Bin jedermann selbst
und weiß dass nichts bleibt
nur die Stimme des Winds
sein wisperndes Wehn

 

Alexander Rajcsányi
In unbewusstem Hoffen

 

 

 

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