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Welt(tag) der Poesie
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Die Nacht des Eisens.

Die Erde zittert.
Maschinen stampfen.
Wollüstig rast
das Lichtband durch die Nacht.
Durch mitternächtige
Weißglut
bricht des Schrei des Motors,
vielfach gebrochen
an den Mauern
steinerner Hallen.

Der Atem tobt
durch fiebrige Lungen.
Das Blut kreist
wie im Irrsinn
durch den Körper.

Toll
wirbeln Zeiten durch
die Welt.
Minuten werden Jahre,
Sekunden Tage.

Ich stürze mich
hinein,
in dieses Licht
im herrlich kalten
Eisen.
Inbrünstig
fassen meine Arme
Stahl.
In sausenden
Maschinen
erstick' ich mein
Verlangen,
im ewig-kalten
Rausch
der Urgewalten.

 

Gertrud Schloß
Die Nacht des Eisens

 

 

 

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