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Welt(tag) der Poesie
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Häuser stürzten ein,
als die Menschen
den Donner erfanden –
und Blitze löschten
vereinsamte Begierden aus.

Armaden der Nacht
zerbrachen die Sekunden
schneller –
doch schneller noch
die lebend Hungernden.

Geistergestalten erstanden aus
vergessenen Gräbern,
und die Hyänen
vergaßen das Darben.

Da die Nacht die nächste
gebar,
erwuchsen ihr Flügel,
zerschellten Tausende
und Tausende mal Unbekannte
der hoffenden Rotte.

Das Meer wurde unersättlich,
und alles Blut
geronnenen Lebens fand letzte
Einkehr –
wurde Sein oder Werden
neuer Amphibien.

Im Fatum
der Weltenordnung saß Kronos.
Einem unentrinnbaren
Ratschluss folgend,
fraß er seine Kinder –
der Vater des Krieges
tötet unsere

 

Elisabeth Alexander
Am Fußende des Bettes

 

 

 

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